{"id":491,"date":"2022-11-12T10:13:29","date_gmt":"2022-11-12T09:13:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ewigerbund.org\/sachsen\/?page_id=491"},"modified":"2022-12-07T17:36:56","modified_gmt":"2022-12-07T16:36:56","slug":"das-land","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ewigerbund.org\/sachsen\/land-und-leute\/das-land\/","title":{"rendered":"Das Land."},"content":{"rendered":"\n<p>Die Kultur eines Volksstammes ist wesentlich bedingt durch die Beschaffenheit des Bodens, den er bewohnt und bebaut. Unter diesem Gesichtspunkte sei vor allem hier festgestellt, da\u00df der Boden Sachsens seit je den Ruf gro\u00dfer Ertragsf\u00e4higkeit gehabt hat. So fanden ihn bereits im 7. Jahrhundert, als noch die Sorben-Wenden im Besitze des von den Hermundurern verlassenen Landes waren, fr\u00e4nkische M\u00f6nche, welche sich jedenfalls schon im Hinblick auf eine zuk\u00fcnftige Eroberung durch die Deutschen mit demselben bekannt gemacht hatten. Sie schrieben n\u00e4mlich, da\u00df dem Lande der Sorben nur noch Wein, Feigen- und \u00d6lb\u00e4ume fehlten, um das gelobte Land hei\u00dfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher hat sp\u00e4ter, nachdem das s\u00e4chsische Land schon durch die Deutschen besiedelt und bebaut worden war, Markgraf Heinrich II. (1125\u201327) \u00fcber dasselbe den Ausspruch gethan: Es ist ein blumenreiches Paradies voll \u00dcberflu\u00df und Friede, ein Wort, welches \u2013 Gott dem Herrn sei Dank \u2013 heute noch der F\u00fcrst des Landes \u00fcber dasselbe wiederholen kann! In hoch gesteigertem Ma\u00dfe mag das Mei\u00dfner Land den Eindruck der hohen Kultur gemacht haben, als Kaiser Karl V. auf seinem Feldzuge gegen den in die Reichsacht erkl\u00e4rten Kurf\u00fcrsten Johann Friedrich den Gro\u00dfm\u00fctigen dasselbe kennen lernte. W\u00e4hrend er im Jahre 1547 in Mei\u00dfen weilte, hat er erkl\u00e4rt, da\u00df er das Elbthal zwischen Mei\u00dfen und Dresden der sch\u00f6nsten Gegend Italiens gleichachte; und er war doch ein weitgereister Mann, der au\u00dfer Italien fast das ganze Europa und selbst Nordafrika kannte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bezieht sich dies Urteil Kaiser Karls jedenfalls darauf, da\u00df er die Gegend sehr wohl angebaut fand, wenigstens \u00e4u\u00dfert er ein andermal, da\u00df er nirgends soviel Schl\u00f6sser beisammen gefunden habe als in der herrlichen Elbgegend Sachsens. \u00dcberhaupt hat jener Kaiser in Sachsen, nachdem er einmal das Land kennen gelernt, seinem eignen Zugest\u00e4ndnisse gem\u00e4\u00df vieles anders gefunden, als es ihm vorher dargestellt worden war. Es m\u00f6gen ihm allerdings von seinen spanischen Gew\u00e4hrsm\u00e4nnern, welche von Geringsch\u00e4tzung und Ha\u00df gegen alles Deutsche erf\u00fcllt waren, sehr ung\u00fcnstige Darstellungen von diesem norddeutschen Staate gemacht worden sein. Ihm soll in der durch den Augenschein gewonnenen g\u00fcnstigen Anschauung von Sachsen Cosmo III. von Medici beigestimmt haben; vielleicht hat er schon eine \u00c4hnlichkeit zwischen seinem heimatlichen Florenz und der Hauptstadt Sachsens, Dresden, gefunden, eine \u00c4hnlichkeit, welche in sp\u00e4teren Zeiten dazu gef\u00fchrt hat, da\u00df man unsrer ebenso sch\u00f6n gebauten als sch\u00f6n gelegenen Landeshauptstadt den abgeschmackten Namen \u201eElbflorenz\u201c gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Beziehen sich die eben geh\u00f6rten Zeugnisse \u00fcber Sachsen mehr auf die Kultur des Landes, so h\u00f6ren wir, allerdings verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sp\u00e4t, auch solche \u00fcber seine landschaftlichen Sch\u00f6nheiten; ist doch \u00fcberhaupt der Sinn f\u00fcr Natursch\u00f6nheit, wie ihn jetzt jeder einigerma\u00dfen auf Bildung Anspruch machende Mensch hat, erst um die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch Haller, den Verfasser des Gedichts \u201eDie Alpen\u201c (geboren 1708, gest. 1977), dem reisenden Publikum erschlossen worden. Noch ungef\u00e4hr 1716 wei\u00df eine geistreiche Touristin vom Mei\u00dfner Oberlande, durch welches sie allerdings des Nachts bei Mondschein gefahren ist, nichts zu sagen, als da\u00df der Weg voller Schrecken und Gefahren gewesen sei. Der bekannte \u201eElbantiquarius\u201c von 1741 r\u00fchmt zwar die Aussicht vom K\u00f6nigstein, hat aber f\u00fcr die Reize der Umgegend kein rechtes Auge und seufzt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Das Einzige ist uns bislang noch abgegangen, <br>Da\u00df in der N\u00e4he man kein Wirtshaus angelegt.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>K\u00e4me er jetzt wieder hin, er w\u00fcrde vielleicht ausrufen: \u201edie ich rief, die Geister, werd\u2019&#8216; ich nun nicht los!\u201c Auch B\u00fcsching hat in seiner 1754 vollendeten, f\u00fcr seine Zeit gro\u00dfartigen \u201eNeuen Erdbeschreibung\u201c nichts \u00fcber die Sch\u00f6nheit dieser Landschaft zu sagen, wie dieselbe \u00fcberhaupt erst durch den Pastor Nikolai, den Begr\u00fcnder des Schandauer Bades, in Aufnahme gekommen ist. Von ihm an haben Besucher aus aller Herren L\u00e4nder schon dadurch, da\u00df sie in so ungeheuren Scharen diese Gegend besuchten, Zeugnis daf\u00fcr abgelegt, da\u00df man an derselben Gefallen findet. Daher geb\u00fchrt dem genannten geistlichen Herrn der Dank seiner Landsleute nicht nur, denen er eine sehr reichlich flie\u00dfende Einnahmequelle erschlossen hat, sondern auch aller f\u00fcr Natursch\u00f6nheit begeisterten Seelen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Dank w\u00fcrde man ihm noch freudiger zollen, wenn er nicht an Stelle des ebenso wohllautenden als richtigen Namens \u201eMei\u00dfner Oberland\u201c den nicht nur unsch\u00f6nen, sondern auch unzutreffenden Namen \u201eS\u00e4chsische Schweiz\u201c aufgebracht h\u00e4tte, \u00fcber den sich mit Recht schon der gro\u00dfe Geograph Karl Andree entr\u00fcstet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schon l\u00e4cherlich nicht nur, sondern unrecht, von einer \u201eHohburger Schweiz\u201c zu reden, da die dieselbe bildenden Porphyrkuppen, welche, an der Nordgrenze des Mei\u00dfner Hochlandes stehend, den \u00dcbergang in die norddeutsche Tiefebene vermitteln, bedeutend genug w\u00e4ren, um eine selbst\u00e4ndige Benennung zu f\u00fchren. Wenn nun aber gar die interessanteste Felsenpartie, welche Sachsen aufzuweisen hat, mit einem geborgten Namen genannt wird, der nicht einmal gl\u00fccklich gew\u00e4hlt ist, sondern zu einem allemal zu ungunsten unsrer Berge ausfallenden Vergleiche auffordert, so ist das wieder einmal ein Beweis daf\u00fcr, wohin den Deutschen sein Mangel an Wertsch\u00e4tzung der von Gott ihm verliehenen Gaben und seine Sucht nach fremdl\u00e4ndischem Wesen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestoweniger ist die S\u00e4chsische Schweiz ein liebliches St\u00fcck Erde, was zu besuchen sich wohl lohnt. Daher wird ihm auch von ma\u00dfgebender Seite das ihm geb\u00fchrende Lob gezollt, welches nat\u00fcrlich nur ein bedingtes sein kann, einmal, da die Gegend eben nur lieblich und freundlich, aber nicht wild und gro\u00dfartig ist, zum andern, weil sie an einer gewissen Einf\u00f6rmigkeit leidet.<\/p>\n\n\n\n<p>So spricht sich z. B. Daniel dar\u00fcber folgenderma\u00dfen aus: \u201eJetzt ist die S\u00e4chsische Schweiz eine der besuchtesten Gegenden Deutschlands, mehr ein gro\u00dfartiger Park als eine Wildnis, mit allen Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten in so hohem Grade ausgestattet, da\u00df sich fast jedem Naturgenusse die \u00fcberfeine Kulturwelt, der man auf Reisen entfliehen will, an die Fersen h\u00e4ngt. Die N\u00e4he des sch\u00f6nen Elbflorenz (!), das Silberband der Elbe sind es selbst, die der Gegend ihren hohen Reiz verleihen. Die Sandsteinbildungen, die Gr\u00fcnde, selbst die Aussichten leiden an einer gewissen Einf\u00f6rmigkeit. Von den meisten H\u00f6hen sieht man dieselben Kuppen und Felsen, nur immer wieder anders gestaltet, wie etwa die St\u00fchle in einem Salon. Und mit einem eleganten Boudoir hat die S\u00e4chsische Schweiz auch einige \u00c4hnlichkeit.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der zackigen Formen, spricht Cotta (\u00fcbrigens ein Th\u00fcringer Kind, am 30. Oktober 1765 auf der Kleinen Zillbach, einem jetzt abgetragenen Forsthause in der N\u00e4he von Eisenach, geboren und darum voll berechtigter Vorliebe f\u00fcr die allerdings einzigartige Sch\u00f6nheit seines heimischen Th\u00fcringer Waldes), machen die ungeschichteten Porphyrfelsen doch meist einen besonders gediegenen Eindruck, namentlich wenn man sie mit den weit groteskeren Felsen des Kalksteins oder Sandsteins z. B. in der S\u00e4chsischen Schweiz vergleicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMir wird in dieser Hinsicht der Ausspruch eines deutschen Monarchen unverge\u00dflich bleiben, der auf dem Thorsteine des Tabarzer Felsenthales (am Inselsberge in Th\u00fcringen) in Bewunderung versunken und, die Felsenarmut seines Landes beklagend, darauf aufmerksam gemacht, da\u00df dieses doch noch sch\u00f6nere Felsenpartien enthalte, h\u00f6chst bezeichnend erwiderte: Ja, das ist doch nur Sandstein! Jemand nennt die S\u00e4chsische Schweiz die Partie der Damen und der lustreisenden jungen und alten Ehepaare.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr anerkennendes und auch wegen der darin zu Tage tretenden gesunden Gesinnung beachtenswertes Urteil \u00fcber das Mei\u00dfner Hochland spricht Rellstab aus (1815 preu\u00dfischer Offizier, zuletzt in Berlin Herausgeber der Vossischen Zeitung, bekannt vor allem durch seinen vielgelesenen Roman: \u201e1812\u201c). Er sagt n\u00e4mlich in seinen 1842 erschienenen Reiseberichten: \u201eIch habe die frische Erinnerung von zahlreichen Th\u00e4lern in Salzburg, Steiermark, Tirol und Italien, und doch thut keine dem eigent\u00fcmlichen Reize des uns so nahe gelegenen Tempe Eintrag; es k\u00f6nnte mitten in die malerischsten Gegenden jener L\u00e4nder versetzt werden und w\u00fcrde sich dort ebenso gut in seiner Geltung behaupten wie bei uns.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter bemerkt er: \u201eBeim Anblicke der sch\u00f6nsten italienischen Landschaften habe ich mich oft gefragt: Wie, wenn sich von dieser Seite pl\u00f6tzlich das Elbthal aufth\u00e4te? W\u00fcrde man nicht \u00fcber den holden Reiz oder die romantische Wildheit (?) desselben erstaunen? W\u00fcrde dies Segment deutschen Bodens, mitten in den Kreis italienischer oder schweizerischer Herrlichkeit ger\u00fcckt, nicht als einer der sch\u00f6nsten Abschnitte erscheinen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4re diese Beurteilungsweise allgemeiner, so w\u00fcrden wir auch \u00fcber andre Teile des Sachsenlandes, vor allem \u00fcber das Erzgebirge und das obere Vogtland, Zeugnisse haben, welche der hohen landschaftlichen Sch\u00f6nheit dieser Gebirgsgegenden gerecht w\u00fcrden. So aber wird aus \u00e4lterer Zeit vom Erzgebirge nur der \u2013 leider jetzt durchaus nicht mehr so ergiebige \u2013 Bergsegen ger\u00fchmt. Da\u00df er in ganz Deutschland und dar\u00fcber hinaus Gegenstand des Erstaunens und wohl auch des Neides gewesen ist, da in der That seiner Zeit die s\u00e4chsischen F\u00fcrsten ihre Macht und ihren Glanz dem Silberbergbau im Erzgebirge verdankten, klingt in dem bekannten Liede Justinus Herners \u201eDer reichste F\u00fcrst\u201c nach, in welchem er den Sachsen sagen l\u00e4\u00dft:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Herrlich, sprach der F\u00fcrst von Sachsen,<br>Ist mein Land und seine Macht.<br>Silber tragen seine Berge<br>Wohl in manchem tiefen Schacht.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein weiteres volkst\u00fcmliches Urteil \u00fcber das Erzgebirge finden wir in dem Rheinweinliede des norddeutschen Dichters Matthias Claudius, der \u00fcber unsre Berge sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Im Erzgebirge d\u00fcrft ihr auch nicht suchen, <br>Wenn Wein ihr finden wollt; <br>Das bringt nur Silbererz und Kobaltkuchen <br>Und etwas Lausegold.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Zum Teil sind die Sachsen selbst daran schuld, da\u00df ihr Land nicht hinreichend gew\u00fcrdigt wird, indem sie z. B. die allerdings rauhe Gegend um den Keilberg (1255 m) das \u201es\u00e4chsische Sibirien&#8220;\u201c nennen. Desgleichen sagt man scherzweise, da\u00df der Teufel, als er dem Herrn Christus bei der Versuchung (Matth. 4) die Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit zeigte, die s\u00e4chsischen Orte Geyer, Thum und Ehrenfriedersdorf nicht mit gezeigt habe, weil diese doch gar zu wenig zum Herrlichen in der Welt gerechnet werden k\u00f6nnten (m\u00fcndlich). Da\u00df wir in unserm Lande noch viel Sch\u00f6nes haben, was mehr als bisher bewundert zu werden verdient, beweist uns ein Ausspruch Leupolds, der die Gegend um Sachsenburg an der Zschopau f\u00fcr eine der reizendsten in Deutschland erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor einer vorurteilslosen Kritik besteht auch Leipzigs Umgegend. So schildert Zachari\u00e4 in seinem 1761 in erster Ausgabe erschienenen \u201eRenommisten\u201c das Rosenthal, dessen B\u00e4ume zu seiner Zeit noch bis dicht vor das Ranst\u00e4dter Thor gingen, als einen sehr lieblichen Hain, welcher zum Lustwandeln, namentlich Liebende einlade und durch welchen eine Kahnfahrt nach Gohlis zu machen einen ganz eigent\u00fcmlichen Reiz gew\u00e4hre. Ganz reizlos hingegen erscheint die Gegend um Leipzig dem Franzosen Viktor Tissot, dessen Reisewerk \u00fcber Deutschland, welches unter dem Titel: \u201eUn voyage au pays des milliards\u201c 1878 in Paris erschienen ist, \u00fcberhaupt durch den an Verr\u00fccktheit grenzenden \u00c4rger \u00fcber die ungeheuren Fortschritte Deutschlands seit dem siegreichen Kriege von 1870\/71 sehr belustigend auf den Leser wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es f\u00e4llt ihm auf dem Wege von Weimar nach Leipzig auf, da\u00df man nicht mehr kleine Th\u00e4ler und frische gr\u00fcne Geh\u00f6lze, nicht mehr lachende D\u00f6rfer hinter Baumvorh\u00e4ngen, sondern ein \u00f6des, fast unbebautes Land sieht. Nackte Ebenen entrollen sich vor dem Blicke wie eine W\u00fcste. Alles ist um einen Monat hinter dem S\u00fcden zur\u00fcck, der Holunder ist eben erst erbl\u00fcht, das Getreide kurz und mager; Pappelb\u00e4ume, die wie Soldaten in Reih&#8216; und Glied dastehen und die Felder zu bewachen scheinen, ersetzen die Fruchtb\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings w\u00fcrde sofort die Gegend ihm wie ein Paradies erschienen sein, wenn ihm zwischen K\u00f6tzschau und Markranst\u00e4dt jemand gesagt h\u00e4tte, da\u00df man hier aus Preu\u00dfen heraus und nach Sachsen hineinkomme. Denn wenn er gleich Leipzig wegen seiner Begeisterung f\u00fcr Kaiser und Reich sehr wenig sch\u00f6n findet, so ist ihm doch Sachsen immer noch unendlich lieber als das in seinen Augen \u00fcber alles hassenswerte Preu\u00dfen, dessen hohe Bedeutung f\u00fcr die neueste Entwickelung der deutschen Geschichte kaum durch etwas andres so klar dargelegt werden kann, als durch die L\u00e4sterungen des durch seine Wut verblendeten Franzosen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Aus: Der Leumund der Sachsen. Festschrift zur Jubelfeier der 800 j\u00e4hrigen Regierung des Hauses Wettin \u00fcber das gegenw\u00e4rtige K\u00f6nigreich Sachsen, verfa\u00dft von Hermann Ferdinand von Criegern, Leipzig 1889, Verlag und Druck von Otto Spamer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Quelle: <a href=\"https:\/\/staatsbibliothek.ewigerbund.org\/viewer\/image\/criegern_leumund_sachsen_1889\/9\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/staatsbibliothek.ewigerbund.org\/viewer\/image\/criegern_leumund_sachsen_1889\/9\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kultur eines Volksstammes ist wesentlich bedingt durch die Beschaffenheit des Bodens, den er bewohnt und bebaut. Unter diesem Gesichtspunkte sei vor allem hier festgestellt, da\u00df der Boden Sachsens seit je den Ruf gro\u00dfer Ertragsf\u00e4higkeit gehabt hat. So fanden ihn bereits im 7. 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