{"id":65,"date":"2021-09-26T12:31:40","date_gmt":"2021-09-26T10:31:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ewigerbund.org\/sachsen-koburg-gotha\/?page_id=65"},"modified":"2023-05-17T13:37:11","modified_gmt":"2023-05-17T11:37:11","slug":"startseite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ewigerbund.org\/sachsen-koburg-gotha\/","title":{"rendered":"Startseite"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha 1826\u00a0bis heute.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha geh\u00f6rt zu den\u00a0Th\u00fcringischen Staaten, ist ein\u00a0Bundesstaat\u00a0des\u00a0Deutschen Reichs\u00a0und unter einem Herrscherhaus vereinigt. Das Land, zwischen 50\u00b01\u00b4-51\u00b020\u00b4 n\u00f6rdlicher Breite und 10\u00b016\u00b4-11\u00b015\u00b4 \u00f6stlicher L\u00e4nge gelegen, bestehen aus dem\u00a0<strong>Herzogtum Coburg<\/strong>\u00a0und dem\u00a0<strong>Herzogtum Gotha<\/strong>, die durch zwischenliegende Preu\u00dfische und Sachsen-Meiningische Gebietsteile getrennt sind, und zu denen noch mehrere von fremdem Territorium umschlossene Parzellen geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Areal beider Herzogt\u00fcmer betr\u00e4gt 1977,45 km\u00b2 (35,91 Quadratmeilen), im Jahr 1905 leben hier 242.432 Einwohner (123\/km\u00b2).<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-72b34c44\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das&nbsp;<strong>Herzogtum Coburg<\/strong>&nbsp;grenzt im Westen, Norden und Nordosten an das&nbsp;Herzogtum Sachsen-Meiningen, im S\u00fcdosten, S\u00fcden und S\u00fcdwesten an das&nbsp;K\u00f6nigreich Bayern; der dazugeh\u00f6rige Amtsgerichtsbezirk&nbsp;K\u00f6nigsberg&nbsp;(eine gr\u00f6\u00dfere und zwei kleinere Parzellen) ist vom Bayrischen Gebiet umgeben. Es ist ein wellenf\u00f6rmiges, anmutiges H\u00fcgelland, das breite Plateauz\u00fcge zeigt und in der Senichsh\u00f6he bei Mirsdorf bis 523 m, im Festungsberg bei&nbsp;Coburg&nbsp;bis 457 m ansteigt. Die Gew\u00e4sser sind: die Itz, der Biberbach, die Steinach, die Baunach und die Nassach, die in den Main m\u00fcnden. Die Mineralquellen zu Fechheim und Grub am Forst sind unbenutzt. Das Herzogtum Coburg hat einen Fl\u00e4cheninhalt von 562,3 km\u00b2 (10,2 Quadratmeilen) und (1905) 71.512 Einwohner. Die Bewohner sind&nbsp;fr\u00e4nkischen Stammes&nbsp;und bekennen sich, mit Ausnahme weniger Katholiken, Juden etc., zur Evangelisch-Lutherischen Kirche. Das Herzogtum Coburg z\u00e4hlt vier St\u00e4dte.<\/li>\n\n\n\n<li>Das&nbsp;<strong>Herzogtum Gotha<\/strong>, das mehrere Enklaven benachbarter Staaten umschlie\u00dft, grenzt im Norden und Osten an das&nbsp;K\u00f6nigreich Preu\u00dfen, im S\u00fcdosten an das&nbsp;F\u00fcrstentum Schwarzburg-Sondershausen&nbsp;und an das Weimarische Amt&nbsp;Ilmenau, im S\u00fcden und S\u00fcdwesten an&nbsp;Preu\u00dfen&nbsp;und an das&nbsp;Herzogtum Sachsen-Meiningen, im Westen an das&nbsp;Gro\u00dfherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Von den dazugeh\u00f6rigen Parzellen ist der von Preu\u00dfischem und Schwarzburgischem Gebiet umschlossene fr\u00fchere Amtsbezirk Volkenroda die gr\u00f6\u00dfte. Der Th\u00fcringer Wald hat im Herzogtum seine h\u00f6chsten Spitzen: den Gro\u00dfen Beerberg (983 m), Schneekopf (978 m) und Inselsberg (915 m). Das nord\u00f6stliche H\u00fcgelland steigt in der Wachsenburg 414 m, im Gro\u00dfen Seeberg bei&nbsp;Gotha&nbsp;407 m an. Die Gew\u00e4sser flie\u00dfen teils der Saale, teils der Werra zu: zur Saale die Ilm, die Unstrut, die Gera und Ohra, zur Werra die Hasel mit der Schwarza, die Schmalkalde und die H\u00f6rsel. Letztere empf\u00e4ngt das Schilfwasser, Wutha (Erbstrom oder Ruhlaer Wasser) und die Nesse. Zu erw\u00e4hnen sind die Wasserheilanstalten zu Elgersburg, der Bade- und klimatische Kurort&nbsp;Friedrichroda&nbsp;sowie das als Luftkurort in Aufnahme gekommene Oberhof (mit Herzoglichem Jagdschlo\u00df); die bei Sondra erbohrte starke Kohlens\u00e4urequelle ist wieder versiegt. Das Herzogtum Gotha hat einen Fl\u00e4cheninhalt von 1415,1 km\u00b2 (25,7 Quadratmeilen) mit im Jahr 1905 = 170.920 Einwohner. Die Bewohner sind&nbsp;Th\u00fcringischen Stammes&nbsp;und bekennen sich, mit Ausnahme weniger Katholiken, Juden etc., zur Evangelisch-Lutherischen Kirche. Das Herzogtum Gotha z\u00e4hlt sieben St\u00e4dte.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Das mittlere Staatswappen des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha ist geviert mit Mittelschild:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-10cb6f3b\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>in Blau ein von Silber und Rot achtfach (auch zehnfach) quergestreifter, gekr\u00f6nter L\u00f6we (Th\u00fcringen&nbsp;und&nbsp;Gotha);<\/li>\n\n\n\n<li>in Gold ein schwarzer, rotbewehrter, doppelschweifiger L\u00f6we (Mei\u00dfen);<\/li>\n\n\n\n<li>in Gold eine schwarze Henne mit rotem Kamm auf gr\u00fcnem Dreiberg (Henneberg);<\/li>\n\n\n\n<li>in Schwarz ein goldener L\u00f6we (Coburg); Mittelschild (Sachsen).<\/li>\n<\/ol>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Auf dem Hauptschilde ruht eine zur H\u00e4lfte gef\u00fctterte K\u00f6nigskrone. Das gro\u00dfe Staatswappen zeigt 25 Wappenbilder.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landesfarben des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha sind Gr\u00fcn und Wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielfach findet man auf zeitgen\u00f6ssischen Darstellung auch eine gr\u00fcn-wei\u00df-gr\u00fcn-wei\u00dfe Flagge, dazu erkl\u00e4rte das Staatsministerium im Jahr 1909 gegen\u00fcber dem Geheimen Kabinett des Herzogs: \u201e<em>Die Fahnen f\u00fcr staatliche Geb\u00e4ude f\u00fchren ohne weitere Abzeichen die Streifen gr\u00fcn wei\u00df gr\u00fcn wei\u00df, w\u00e4hrend als Landesfahne die einfach gr\u00fcn und wei\u00df gestreifte Fahne angewendet wird.<\/em>\u201c Demnach besa\u00df die mehrfach gr\u00fcn-wei\u00df gestreifte Flagge gewisserma\u00dfen den Status einer inoffiziellen \u201eBeh\u00f6rdenflagge\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Bundesrat: 1 Stimme<\/p>\n\n\n\n<p>Reichstag: 2 Abgeordnete<\/p>\n\n\n\n<p>Haupt- und Residenzst\u00e4dte sind&nbsp;Coburg&nbsp;und&nbsp;Gotha; Lustschl\u00f6sser: Kallenberg, Rosenau und Reinhardsbrunn.<\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4\u00df der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschl\u00fcssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867 im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Ab 1. Juli 1867 \u00fcbernahm die Preu\u00dfische Post den Postdienst. Das gesamte Preu\u00dfische Postwesen ging am 1. Januar 1868 auf den&nbsp;Norddeutschen Bund&nbsp;(Norddeutscher Postbezirk) \u00fcber. Die&nbsp;Reichsverfassung&nbsp;vom 16. April 1871 bestimmte u. a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im&nbsp;K\u00f6nigreich Bayern&nbsp;und im&nbsp;K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg, dem&nbsp;Deutschen Reich&nbsp;zusteht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">W\u00e4hrungen und M\u00fcnzen:<\/h3>\n\n\n\n<p>Bis 1838 pr\u00e4gte Sachsen-Coburg und Gotha nach dem Konventionsm\u00fcnzfu\u00df. In\u00a0Coburg\u00a0wurde 1837 nach der S\u00fcddeutschen M\u00fcnzkonvention der 24 1\/2-Gulden-Fu\u00df eingef\u00fchrt, ab 1857 galt die Wiener M\u00fcnzkonvention. Gepr\u00e4gt wurden Taler, Dukat, Kreuzer, Groschen, Pfennige, in\u00a0Saalfeld\u00a0(1826 \u2013 1828),\u00a0Gotha\u00a0(1828 \u2013 1838) und\u00a0Dresden\u00a0(1826\/27 und 1841 \u2013 1872).<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-2423fb02\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Herzogtum Sachsen-Gotha bis 1874 mit W\u00e4hrung Taler<\/li>\n\n\n\n<li>Herzogtum Sachsen-Coburg bis 1874 mit W\u00e4hrung Gulden<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha geh\u00f6rt zum Ersatzbezirk des XI. Armeekorps. Garnisonsst\u00e4dte sind:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-017397b2\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gotha&nbsp;\u2013 Infanterie 95,1 und Landwehr 95,1<\/li>\n\n\n\n<li>Coburg&nbsp;\u2013 Infanterie 95,3<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>1905: Die Kontingente der beiden Herzogt\u00fcmer bilden mit demjenigen von\u00a0Meiningen\u00a0das 6. th\u00fcringische Infanterieregiment Nr. 95, von dem in\u00a0Gotha\u00a0das 1., in\u00a0Hildburghausen\u00a0das 2., in\u00a0Coburg\u00a0das 3. Bataillon in Garnison liegen und geh\u00f6ren der 22. Division und dem 11. Armeekorps (Kassel) an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaft:<\/h3>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-e8798d72\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Industrie im Herzogtum Coburg:<\/strong> Hauptindustriezweige sind die Spielwarenfabrikation in\u00a0Neustadt\u00a0und Umgebung sowie die Korbwarenfabrikation im Amtsbezirk Sonnefeld; beides sind Hausindustrien. Ansonsten bestehen im Land eine Kammgarnspinnerei und eine mechanische Baumwollweberei. Sehr ansehnlich sind ferner: die Tonwarenfabrikation (\u00d6slau), die Ziegelbrennerei und die Fabrikation von chemischen Produkten, Porzellan- und Steingutwaren, Wagen und M\u00f6beln; von geringeren Umfang ist die Papierfabrikation. In schwunghaftem Betrieb sind die Gerberei sowie besonders die Bierbrauerei, auch f\u00fcr den Absatz ins Ausland. In\u00a0Coburg\u00a0bestehen: eine Kreditbank (19. Mai 1856 konzessioniert), ein Spar- und Vorschussverein (Kreditbank), eine st\u00e4dtische Sparkasse; Vorschussvereine au\u00dferdem in vier anderen Orten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Industrie im Herzogtum Gotha:<\/strong> Von Wichtigkeit sind in Zella und Mehlis die Gewehrfabrikation, die Fabrikation von Schlosser- und Kurzwaren, eisernen Maschinen und Maschinenteilen sowie von eisernen Geldschr\u00e4nken in\u00a0Gotha, die N\u00e4hnadelfabrikation zu Ichtershausen; bei\u00a0Ohrdruf\u00a0sind zwei Kupferh\u00e4mmer in Betrieb. Lebhaft ist auch der Betrieb von Ziegeleien, Kalkbrennereien, Teer\u00f6fen, Kienru\u00dfh\u00fctten (mit Absatz nach den Hansest\u00e4dten und den Niederlanden) und Pechsiedereien. 10 Porzellanfabriken in\u00a0Gotha,\u00a0Ohrdruf\u00a0(3), Gr\u00e4fenhain etc. Die M\u00fchlsteinfabrikation ist in Krawinkel, die Fabrikation von Marmorwaren in Waltershausen, die Tabakspfeifenfabrikation in Ruhla bedeutend. Glash\u00fctten sind in Gehlberg und Gr\u00e4fenroda in Betrieb (f\u00fcr Hohlglas); Glasinstrumente werden in Gehlberg,\u00a0Ohrdruf\u00a0und Elgersburg gefertigt. Eine Zuckerfabrik besteht nur in\u00a0Gotha. Die Metzgerei wird fabrikm\u00e4\u00dfig in\u00a0Gotha\u00a0und Waltershausen, die Bierbrauerei in\u00a0Gotha, Neudietendorf und Gr\u00e4fentonna betrieben. Garn- und W\u00e4schebleicherei ist besonders in\u00a0Friedrichroda\u00a0bedeutend. Wichtig ist ferner die Fabrikation von Masken, Spritzenschl\u00e4uchen, Spielwaren, Hemdkn\u00f6pfen, Fischbein- und Farbewaren. Viele S\u00e4gem\u00fchlen sind in den Waldt\u00e4lern in Betrieb. In\u00a0Gotha\u00a0bestehen eine Feuerversicherungsbank (seit 1821), eine Lebensversicherungsbank (seit 1827, beide zu den \u00e4ltesten und bedeutendsten derartigen Instituten z\u00e4hlend; ferner eine Privatbank, eine Grundkreditbank, eine Gewerbebank und eine Sparkasse.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Landwirtschaft im Herzogtum Coburg:<\/strong> Vorherrschendes Wirtschaftssystem ist die Dreifelderwirtschaft. Der bl\u00fchende Ackerbau liefert die gew\u00f6hnlichen Halmfr\u00fcchte, Kartoffeln, R\u00fcben, H\u00fclsenfr\u00fcchte, Klee und Flachs. Von Handelsgew\u00e4chsen wird nur Hopfen, doch mehr f\u00fcr den inl\u00e4ndischen Bedarf, erzeugt. Der Garten- und Obstbau ist betr\u00e4chtlich; namentlich wird aus dem Amt\u00a0K\u00f6nigsberg, wo man in geringer Ausdehnung auch Weinbau treibt, Obst in bedeutender Quantit\u00e4t ausgef\u00fchrt. Trefflicher Wiesenbau findet besonders in den T\u00e4lern der Itz, Rodach, R\u00f6then und Lauter statt. Von gro\u00dfer Bedeutung ist die Rindviehzucht (besonders im Itzgrund), die Schafzucht ist unbedeutender. 1883 zahlte man: 1163 Pferde, 24.335 Rinder, 12.265 Schafe, 12.761 Schweine und 6222 Ziegen. Allenthalben verbreitet ist die H\u00fchner-, Tauben-, Enten- und G\u00e4nsezucht. Jagd und Fischerei sind nicht ohne Bedeutung, besonders ist guter Auerwildstand vorhanden. Fischzucht wird in M\u00f6nchr\u00f6den betrieben. Von den forstwirtschaftlich genutzten W\u00e4ldern sind 6\/10 Nadel-, 4\/10 Laubholz.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Landwirtschaft im Herzogtum Gotha<\/strong> erzeugt die gleichen Produkte, wie im Coburgischen Landesteil. Bedeutender ist dagegen die Schafzucht und besonders die Pferdezucht. 1883 z\u00e4hlte man: 7024 Pferde, 33.861 Rinder, 60.984 Schafe, 38.788 Schweine, 20.793 Ziegen. Die Jagd lohnt sich in den ausgedehnten Waldungen. Von den forstwirtschaftlich genutzten W\u00e4ldern sind 7\/10 Nadelholz, 3\/10 Laubholz.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Am Anfang der Zeitenrechnung war das Land zwischen Harz, Th\u00fcringer Wald und Erzgebirge von Germanischen Hermunduren bewohnt, die vermutlich durch Vermischung mit anderen germanischen St\u00e4mmen sowie keltischen Bev\u00f6lkerungsresten in den Stamm der&nbsp;Th\u00fcringer&nbsp;\u00fcbergingen und mit ihren Siedlungsgebieten bis an die Elbe nachweisbar sind. Das Reich der&nbsp;Th\u00fcringer&nbsp;(von der Altmark bis zum Main) z\u00e4hlte zu den m\u00e4chtigsten Germanischen Reichen au\u00dferhalb des R\u00f6mischen Imperiums, bis es 531 vom Frankenk\u00f6nig Theoderich bei Burgscheidungen besiegt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 1851 als leitender Minister berufene von Seebach (bis 1888) brachte 1852 eine organisatorische Vereinigung beider Herzogt\u00fcmer durch das Staatsgrundgesetz vom 3. Mai 1852 zustande. Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha verfolgte auch nach 1850 eine durchaus liberale Politik; es bot dem Nationalverein Zuflucht, schloss 1862 mit dem&nbsp;K\u00f6nigreich Preu\u00dfen&nbsp;eine Milit\u00e4rkonvention und stellte 1866 sein Truppenkontingent&nbsp;Preu\u00dfen&nbsp;zur Verf\u00fcgung. W\u00e4hrend des&nbsp;Deutschen Krieges&nbsp;nahmen Coburgisch-Gothaische Truppen in der&nbsp;Schlacht bei (Bad) Langensalza&nbsp;und am Feldzug der Mainarmee teil. Als Dank \u00fcberlie\u00df&nbsp;Preu\u00dfen&nbsp;dem Herzog einen ansehnlichen Waldkomplex bei&nbsp;Schmalkalden, der die H\u00e4lfte des Ertrages der Staatskasse zuwies. Durch den Vertrag vom 18. August 1866 trat das Land dem&nbsp;Norddeutschen Bund&nbsp;bei und wurde so 1871 ein&nbsp;Bundesstaat&nbsp;im&nbsp;Deutschen Reich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regenten.<\/h3>\n\n\n\n<p>Regierendes F\u00fcrstenhaus: Wettin, Ernestinische Linie, Stammvater Herzog Johann Ernst (1658 \u2013 1729).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herzog \u00fcbt als Oberhaupt des Staats die Rechte der Staatsgewalt aus. Das Hausgesetz des Herzoglichen Hauses datiert vom 1. M\u00e4rz 1855. Die Regierungsnachfolge ist erblich im Mannesstamm des Herzoglichen Hauses nach dem Rechte der Erstgeburt und der Linearerbfolge. In Ermangelung sukzessionsf\u00e4higer Nachkommen des Herzogs Ernst II. ging die Nachfolge auf die Nachkommen des verstorbenen Prinzen Albert, des Gemahls der K\u00f6nigin Viktoria von Gro\u00dfbritannien, und zwar zun\u00e4chst auf den zweiten Sohn derselben, den Herzog von Edinburg, resp. dessen Nachkommen, \u00fcber. Der Herzog wird mit zur\u00fcckgelegtem 21. Jahr vollj\u00e4hrig. Er bekennt sich zur Evangelisch-Lutherischen Kirche.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Herz\u00f6ge von Sachsen-Coburg-Gotha 1826 bis heute.<\/h3>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-43d60c3d\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>1826 \u2013 1844 Herzog Ernst I. (1784 \u2013 1844).<\/li>\n\n\n\n<li>1844 \u2013 1893 Herzog Ernst II. (1818 \u2013 1893).<\/li>\n\n\n\n<li>1893 \u2013 1900 Herzog Alfred (1844 \u2013 1900).<\/li>\n\n\n\n<li>1900 \u2013 1905 Regent Erbprinz Ernst II. zu Hohenlohe-Langenburg (1863 \u2013 1950).<\/li>\n\n\n\n<li>1905 \u2013 1954 Herzog Carl Eduard (1884 \u2013 1954).<\/li>\n\n\n\n<li>1954 \u2013 1998 Friedrich Josias von Sachsen.<\/li>\n\n\n\n<li>1998 bis heute Andreas von Sachsen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Landesparlamente des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha.<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Verfassung des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha ist konstitutionell-monarchistisch und beruht auf dem Staatsgrundgesetz vom 3. Mai 1852. F\u00fcr jedes der beiden Herzogt\u00fcmer besteht ein besonderer, f\u00fcr die gemeinsamen Angelegenheiten beider Herzogt\u00fcmer ein gemeinschaftlicher Landtag.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Landtag f\u00fcr das:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-819b3355\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Herzogtum Coburg&nbsp;z\u00e4hlt 11 Mitglieder,<\/li>\n\n\n\n<li>Herzogtum Gotha&nbsp;19 Mitglieder.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Die Mitglieder dieser beiden Landtage bilden zusammen den gemeinschaftlichen Landtag.<br>Die Wahl der Abgeordneten erfolgt auf 4 Jahre und ist indirekt. W\u00e4hler und zum Wahlmann w\u00e4hlbar ist jeder 25-j\u00e4hrige, unbescholtene, selbstst\u00e4ndige Staatsb\u00fcrger, der direkte Steuern entrichtet. W\u00e4hlbar zum Abgeordneten ist jeder 30-j\u00e4hrige Wahlberechtigte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gerichtsorganisation (1881).<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Th\u00fcringen besteht ein gemeinsames Oberlandesgericht in\u00a0Jena. Dieses umfasst auch die Preu\u00dfischen Kreise\u00a0Schleusingen,\u00a0Schmalkalden\u00a0und Ziegenr\u00fcck.<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-678522e2\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Herzogtum Coburg geh\u00f6rt zum Landesgericht\u00a0Meiningen\u00a0mit Amtsgerichten in\u00a0Coburg,\u00a0K\u00f6nigsberg,\u00a0Neustadt,\u00a0Rodach\u00a0und Sonnenfeld.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Herzogtum Gotha bildet einen besonderen Landesgerichtsbezirk mit\u00a0Gotha\u00a0als Sitz und 8 Amtsgerichten in\u00a0Gotha, Liebenstein,\u00a0Ohrdruf, Tenneberg, Thal, Tonna (Gr\u00e4fentonna), Wangenheim (Friedrichswerth) und Zella.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Administrative Gliederung des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha.<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha bestand aus zwei selbstst\u00e4ndigen unierten Staaten, dem Herzogtum Coburg und dem Herzogtum Gotha. Jedes derselben besteht aus einem geschlossenen Hauptbezirk und mehreren Enklaven:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-d6387752\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>zu Gotha geh\u00f6ren Volkenroda, Nazza, Werningshausen, Neuroda und Trasdorf,<\/li>\n\n\n\n<li>zu Coburg geh\u00f6rt das Amt\u00a0K\u00f6nigsberg i. F.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Beide Herzogt\u00fcmer haben zwar ein gemeinsames Staatsministerium, jedoch mit besonderen Abteilungen in\u00a0Gotha\u00a0und\u00a0Coburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Herzogtum Gotha gliedert sich in die Landrats\u00e4mter Gotha, Ohrdruf und Walterhausen.<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-767a8c17\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Landratsamt Gotha:\u00a0<strong>Gotha<\/strong>, Altdietendorf (seit 1905 Dietendorf), Apfelst\u00e4dt, Aschara, Aspach, Ballst\u00e4dt, Bienst\u00e4dt, Bischleben, Bittst\u00e4dt, Boilst\u00e4dt, Bufleben, Burgtonna, Cobst\u00e4dt, D\u00f6llst\u00e4dt, Eckardtsleben, Eischleben, Eschenbergen, Friemar, Gamst\u00e4dt, Gierst\u00e4dt, Goldbach, Grabsleben, Gr\u00e4fentonna, Gro\u00dffahner, Gro\u00dfrettbach, G\u00fcnthersleben, Haarhausen, Hausen, Herbsleben, Hochheim, Hohenbergen, Holzhausen, Ichtershausen, Illeben, Ingersleben, Kleinfahner, Kleinkeula, K\u00f6rner, Kornhochheim, Menteroda, Molschleben, Molsdorf, Neudietendorf, Obermehler,Pferdingsleben, Pfullendorf, Rehest\u00e4dt, Remst\u00e4dt, Rhoda, Seebergen, Siebleben, Stedten, S\u00fclzenbr\u00fccken, Sundhausen, Teutleben, Th\u00f6rey, T\u00f6ttelst\u00e4dt, Tr\u00fcgleben, T\u00fcttleben, Uelleben, Warza, Werningshausen, Westhausen, Wiegleben<\/li>\n\n\n\n<li>Landratsamt\u00a0Ohrdruf:\u00a0<strong>Ohrdruf<\/strong>, Arlesberg, Crawinkel, Dietharz, D\u00f6rrberg, Elgersburg, Emleben, Frankenhain, Gehlberg, Georgenthal, Gera, Gossel, Gr\u00e4fenhain, Gr\u00e4fenroda, Heerda, Herrenhof, Hohenkirchen, Kettmannshausen, Liebenstein, Manebach, Mehlis, Nauendorf, Neuroda,\u00a0<strong>Oberhof<\/strong>, Petriroda, Rippersroda, Sch\u00f6nau vor dem Wald, Schwabhausen, Schwarzwald, Stutzhaus, Tambach, Tambuchshof, Tra\u00dfdorf, Wechmar, Wipperoda, W\u00f6lfis, Zella-Sankt Blasii.<\/li>\n\n\n\n<li>Landratsamt Waltershausen: Waltershausen, Altenbergen, Br\u00fcheim, Burla, Cabarz, Catterfeld, Craula, Cumbach, Deubach, Ebenheim, Ebenshausen, Eberst\u00e4dt, Engelsbach, Ernstroda, Ettenhausen, Finsterbergen, Fischbach, Frankenroda,\u00a0<strong>Friedrichroda<\/strong>, Friedrichswerth, Fr\u00f6ttst\u00e4dt, Gospiteroda, Gro\u00dfenbehringen, Gro\u00dftabarz, Haina, Hallungen, Hastrungsfeld, H\u00f6rselgau, Ibenhain, Kahlenberg, K\u00e4lberfeld, Kleinschmalkalden, Kleintabarz, Langenhain, Laucha, Lauterbach, Leina, Mechterst\u00e4dt, Metebach, Nazza, Neukirchen, Oesterbehringen, Reichenbach, R\u00f6dichen, Ruhla (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Gotha, der andere Teil geh\u00f6rt zum\u00a0<strong>Gro\u00dfherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach<\/strong>), S\u00e4ttelst\u00e4dt, Schmerbach, Sch\u00f6nau an der H\u00f6rsel, Schwarzhausen, Sondra, Sonneborn, Thal, T\u00fcngeda, Wahlwinkel, Wangenheim, Weingarten, Winterstein, Wolfsbehringen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Das Herzogtum Coburg\u00a0gliedert sich in das Landratsamt\u00a0<strong>Coburg<\/strong>, das Amt\u00a0<strong>K\u00f6nigsberg<\/strong>\u00a0und die Magistrate zu\u00a0<strong>Coburg<\/strong>,\u00a0<strong>Neustadt<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Rodach<\/strong>.<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-b9470636\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<p>Landratsamt Coburg:\u00a0<strong>Coburg<\/strong>, Ahlstadt, Ahorn, Aicha, Altershausen, Beiersdorf, Bertelsdorf, Beuerfeld, Bieberbach, Birkach am Forst, Birkig, Blumenrod, Boderndorf, Breitenau, Br\u00fcx, Buchenrod, Callenberg, Cortendorf, Creidlitz, D\u00f6rfles bei Coburg, D\u00f6rfles bei K\u00f6nigsberg, Drossenhausen, Ebersdorf bei Neustadt, Ebersdorf bei Sonnefeld, Eichhof, Einberg, Elsa, Erlsdorf, Esbach, Fechheim, Fischbach, Fornbach, Friesendorf, Frohnlach, F\u00fcrth am Berg, Gauerstadt, Gestungshausen, Gossenberg, Grattstadt, Gro\u00dfgarnstadt, Gro\u00dfheirath, Gro\u00dfwalbur, Grub am Forst, Haarbr\u00fccken, Haarth, Hassenberg, Heldritt, Hellingen, Herbartsdorf, Hof an der Steinach, H\u00f6hn, Horb an der Steinach, Horb bei F\u00fcrth, Kemmaten, Ketschenbach, Ketschendorf, Kipfendorf, Kleingarnstadt, Kleinwalbur,\u00a0<strong>K\u00f6nigsberg (Franken)<\/strong>, K\u00f6sfeld, K\u00f6slau, Kottenbrunn, Lempertshausen, Leutendorf, L\u00fctzelbuch, M\u00e4hrenhausen, Meeder, Meilschnitz, Meschenbach, Mirsdorf, Mittelberg, Mittelwasungen, M\u00f6dlitz, Moggenbrunn, M\u00f6nchr\u00f6den, Nassach, Neida, Neu- und Neershof, Neukirchen, Neuses am Brand, Neuses an den Eichen, Neuses bei Coburg,\u00a0<strong>Neustadt bei Coburg<\/strong>, Niederf\u00fcllbach, Oberf\u00fcllbach, Oberlauter, Obersiemau, Oberwasungen, Oberwohlsbach, Oeslau, Oettingshausen, Ottowind, Plesten, R\u00f6gen,\u00a0<strong>Rodach<\/strong>, Rohrbach, Rosenau, Rossach, Ro\u00dffeld, Roth am Forst, Rothenhof, Rottenbach, Rudelsdorf, R\u00fcttmannsdorf, Schafhof, Scherneck, Scheuerfeld, Sch\u00f6nst\u00e4dt, Schweighof, Seidmannsdorf, Sonnefeld, Spittelstein, Steinach an der Steinach, St\u00f6ppach, Sulzdorf, S\u00fclzfeld, Taimbach, Thann, Tiefenlauter, Tremersdorf, Tr\u00fcbenbach, Unterlauter, Untersiemau, Unterwasungen, Unterwohlsbach, Waldsachsen, Waltersdorf, Watzendorf, Weickenbach, Weidach, Weidhausen, Weimersdorf, Weischau, Wei\u00dfenbrunn am Forst, Wei\u00dfenbrunn vorm Wald, Weitramsdorf, Wellmersdorf, Wiesenfeld, Wildenheid, Wohlbach, W\u00f6rlsdorf, W\u00fcstenahorn, Zedersdorf, Zeickhorn, Ziegelsdorf.<\/p>\n\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha 1826\u00a0bis heute. Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha geh\u00f6rt zu den\u00a0Th\u00fcringischen Staaten, ist ein\u00a0Bundesstaat\u00a0des\u00a0Deutschen Reichs\u00a0und unter einem Herrscherhaus vereinigt. Das Land, zwischen 50\u00b01\u00b4-51\u00b020\u00b4 n\u00f6rdlicher Breite und 10\u00b016\u00b4-11\u00b015\u00b4 \u00f6stlicher L\u00e4nge gelegen, bestehen aus dem\u00a0Herzogtum Coburg\u00a0und dem\u00a0Herzogtum Gotha, die durch zwischenliegende Preu\u00dfische und Sachsen-Meiningische Gebietsteile getrennt sind, und zu denen noch mehrere von fremdem Territorium umschlossene Parzellen geh\u00f6ren. &#8230; <a title=\"Startseite\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.ewigerbund.org\/sachsen-koburg-gotha\/\" aria-label=\"Mehr zu Startseite\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-5-rechte-seitenleiste.php","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-65","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Startseite - 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