{"id":65,"date":"2021-09-26T12:31:40","date_gmt":"2021-09-26T10:31:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ewigerbund.org\/oldenburg\/?page_id=65"},"modified":"2023-05-19T19:27:33","modified_gmt":"2023-05-19T17:27:33","slug":"startseite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ewigerbund.org\/oldenburg\/","title":{"rendered":"Startseite"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gro\u00dfherzogtum Oldenburg 1815 bis heute.<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Gro\u00dfherzogtum Oldenburg geh\u00f6rt zum Deutschen Reich und besteht aus drei gesonderten Gebieten:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-234daf6f\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<p>\u2022 dem an der Nordsee, der unteren Weser und der Hunte liegenden Herzogtum Oldenburg (5.383,85 km\u00b2),<br>\u2022 dem im \u00f6stlichen Holstein gelegenen F\u00fcrstentum L\u00fcbeck (541,66 km\u00b2) und<br>\u2022 dem F\u00fcrstentum Birkenfeld (502,83 km\u00b2) am s\u00fcd\u00f6stlichen Abhang des Hunsr\u00fccks.<\/p>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Das Haupt- und Stammland, das Herzogtum Oldenburg, erstreckt sich zwischen 52\u00b029\u00b4-53\u00b044\u00b4 n\u00f6rdlicher Breite und 7\u00b037\u00b4-8\u00b037\u00b4 \u00f6stlicher L\u00e4nge, wird begrenzt von der Nordsee, die an den M\u00fcndungen der Jade und Weser zwei Meerbusen bildet und die kleine Insel Wangeroog umgibt, der Preu\u00dfischen Provinz Hannover und dem Gebiete der Hansestadt Bremen. Zu ihm geh\u00f6rt seiner nat\u00fcrlichen Lage und Beschaffenheit nach das an Preu\u00dfen abgetretene Gebiet von Wilhelmshaven. Das F\u00fcrstentum L\u00fcbeck mit der Hauptstadt Eutin liegt in der Preu\u00dfischen Provinz Schleswig-Holstein zwischen dem Pl\u00f6ner See und der Ostsee und ist 1866 durch das von Preu\u00dfen abgetretene Holsteinische Amt Ahrensb\u00f6ck abgerundet. Das F\u00fcrstentum Birkenfeld wird ganz von der Preu\u00dfischen Rheinprovinz umschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hauptstadt des Gro\u00dfherzogtums Oldenburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Oldenburg i. Gr. \u2013 28.600 Einwohner (1905) = 145. Platz der gr\u00f6\u00dften St\u00e4dte des Deutschen Reichs.<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00f6\u00dfe: 6.428,34 km\u00b2 (114 Quadratmeilen). Landeshauptstadt und Gro\u00dfherzogliche Residenz ist Oldenburg. Im Sommer h\u00e4lt sich der Hof in dem Lustschloss Rastede, im Herbst auf den Hausg\u00fctern in Holstein (Haus Lensahn) und in Eutin auf. Die wichtigsten Fl\u00fcsse sind Weser, Hunte, Hafe, Hunte-Ems-Kanal und der Ems-Jade-Kanal.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bev\u00f6lkerungsentwicklung:<\/h3>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-e2154963\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<p>\u2022 1838 = 262.171<br>\u2022 1871 = 316.640<br>\u2022 1875 = 319.314<br>\u2022 1880 = 337.478<br>\u2022 1890 = 354.968<br>\u2022 1900 = 399.183<br>\u2022 1905 = 438.856<br>\u2022 1910 = 483.042<\/p>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Das Wappen des Gro\u00dfherzogtums Oldenburg besteht aus einem Haupt- und einem Mittelschild; jener enth\u00e4lt die Embleme von Norwegen, Schleswig, Holstein, Stormarn, Dithmarschen und Kniphausen; der K\u00f6niglich gekr\u00f6nte Mittelschild die von Oldenburg (zwei rote Querbalken in Gold), Delmenhorst (goldenes Ankersteckkreuz in Blau), L\u00fcbeck (goldenes schwebendes Tatzenkreuz mit Bischofsm\u00fctze in Blau), Birkenfeld (von Rot und Silber geschacht) und Jever (goldener gekr\u00f6nter L\u00f6we in Blau). Das Ganze ist von einem Wappenzelt umgeben und mit einer K\u00f6nigskrone bedeckt. Die Flagge des Gro\u00dfherzogtums Oldenburg ist blau mit einem roten Kreuz, dessen senkrechter Arm nahe dem Flaggstock l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>Stimmen im Bundesrat 1. Abgeordnete im Reichstag 3.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gro\u00dfherzogtum Oldenburg besa\u00df bis 31.12.1867 eine eigene Posthoheit und war seit Januar 1852 Mitglied des Deutsch-\u00d6sterreichischen Postvereins. 1868 \u00fcbernahm der Norddeutsche Bund (Norddeutscher Postbezirk) den Postdienst. Seit 1850 regelte im F\u00fcrstentum Birkenfeld die Post des K\u00f6nigreichs Preu\u00dfen den Postbetrieb.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaft.<\/h3>\n\n\n\n<p>Angaben 1881: Von je 1000 der Bev\u00f6lkerung, welche sich vorwiegend von Landwirtschaft, Viehzucht und Schifffahrt n\u00e4hrt, sind nur 121,3 Gewerbetreibende, im Amte Friesoythe sogar nur 51,44. Im Amte Elsfleth mit 246,86 und im Amte Brake mit 271,97 ist jedoch einige Industrie vorhanden (Reederei, Schiffsbau u. Verwandtes); einige Tabakindustrie in Delmenhorst und Lohne. Die Waldfl\u00e4che betr\u00e4gt nur 44793 Hektare. Im Jahr 1873 wurden gez\u00e4hlt: 33.827 Pferde, 214.498 Rinder, 194.151 Schafe, 55.917 Schweine, 20.579 Ziegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Landwirtschaft ist nicht ganz g\u00fcnstig; das Ackerland betr\u00e4gt nur 30 %, Waldbestand nur 9 %. Bergbau ist nicht vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Industrie: Von Bedeutung ist der Schiffbau, der an der Jade und in den Weserh\u00e4fen (Nordenham, Brake, Elsfleth) betrieben wird. Ein lebhafter Fabrikort ist Delmenhorst (Kork, Linoleum, Jute und Tabak).<\/p>\n\n\n\n<p>Handel: Die Oldenburgische Handelsflotte steht nach Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Pommern, Hannover an 6. Stelle. Die drei Weserh\u00e4fen sind wichtige Handelsorte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Oldenburgischen Truppen geh\u00f6ren seit 1867 dem Preu\u00dfischen Heer an, als Infanterieregiment Nr. 91, Dragonerregiment Nr. 19 und 2 Batterien des 26. Feldartillerieregiments, deren Chef der Gro\u00dfherzog ist. Sie bilden Teile des 10. Armeekorps (Hannover).<\/p>\n\n\n\n<p>Religion: Was die kirchlichen Verh\u00e4ltnisse betrifft, so ordnet und verwaltet jede Religionsgenossenschaft ihre Angelegenheiten unter Oberaufsicht des Staates selbstst\u00e4ndig. Der Evangelischen Kirche ist Presbyterial- und Synodalverfassung gew\u00e4hrleistet. Im Herzogtum Oldenburg ist die geistliche Oberbeh\u00f6rde der Oberkirchenrat. Die allgemeine Landessynode, welche aus geistlichen und weltlichen Vertretern besteht, wird alle 3 Jahre einberufen. In den F\u00fcrstent\u00fcmern steht die Leitung der Evangelischen Kirchenangelegenheiten der Regierung und dem Superintendenten zu. Die Katholiken des Herzogtums Oldenburg geh\u00f6ren zum Sprengel des Bischofs von M\u00fcnster, jene im F\u00fcrstentum Birkenfeld zu dem des Bischofs von Trier. Die Katholische kirchliche Oberbeh\u00f6rde ist in Oldenburg das Bisch\u00f6fliche Offizialat in Vechta. Die Katholische Kirche ist herrschend in den fr\u00fcher m\u00fcnsterschen \u00c4mtern Vechta, Cloppenburg und Friesoythe. Von christlichen Sekten sind im Gro\u00dfherzogtum Oldenburg, und zwar besonders im Herzogtum Oldenburg, Baptisten, Mennoniten, Methodisten und im F\u00fcrstentum Birkenfeld Altkatholiken vertreten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regenten.<\/h3>\n\n\n\n<p>Regierendes F\u00fcrstenhaus: Grafen von Oldenburg, Ahnherr Graf Egilmar (um 1080).<\/p>\n\n\n\n<p>Dynastie Holstein-Gottorp 1815 bis heute:<\/p>\n\n\n\n<p>1815 erh\u00e4lt Oldenburg auf dem Wiener Kongress den Status eines Gro\u00dfherzogtums. Der Titel eines \u201eGro\u00dfherzogs\u201c wurde aber erst ab 1829 benutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Regierung ist erblich im Mannesstamm des Hauses Holstein-Gottorp j\u00fcngere Linie nach dem Rechte der Erstgeburt und der Linearerbfolge. Die weibliche Linie bleibt auch nach Erl\u00f6schen des Mannesstamms von der Erbfolge ausgeschlossen. Der Gro\u00dfherzog wird mit dem vollendeten 18. Lebensjahr vollj\u00e4hrig. Im Fall der Minderj\u00e4hrigkeit oder dauernden Ver\u00e4nderung desselben an der Regierung, \u00fcbt, wenn nicht eine andere Anordnung getroffen ist, der n\u00e4chste Agnat oder die Gemahlin des Gro\u00dfherzogs die Regentschaft aus. Der Gro\u00dfherzog bekennt sich zur Lutherischen Kirche und hat eine j\u00e4hrliche Zivilliste von 255.000 Mark und den ebenso hohen Ertrag der Krondom\u00e4nen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gro\u00dfherzogtum Oldenburg geh\u00f6rt seit 1866 dem Norddeutschen Bunde an und wurde 1870 Bundesstaat im Deutschen Reich. Seit 1900 ist Friedrich August Gro\u00dfherzog; unter ihm wurde 1903 das Erbrecht neu geregelt, dass, nachdem Zar Nikolaus von Russland zugunsten der Linie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Gl\u00fccksburg f\u00fcr sein Haus auf etwaige Erbanspr\u00fcche auf Oldenburg verzichtet hatte, Herzog Friedrich Ferdinand von Gl\u00fccksburg und seinen Nachkommen zu Erben bestimmt wurden, falls das regierende Haus, repr\u00e4sentiert durch den Gro\u00dfherzog und den Erbgro\u00dfherzog Nikolaus, aussterben sollte. F\u00fcr den Landtag wurde 1908 das Reichstagswahlrecht (direktes Wahlrecht) eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verfassung des Gro\u00dfherzogtums Oldenburg beruht auf dem revidierten Staatsgrundgesetz vom 22. November 1852. Danach vereinigt der Gro\u00dfherzog als Staatsoberhaupt die gesamten Rechte der Staatsgewalt in sich und ist nur in der Gesetzgebung und Besteuerung an die entsprechende Mitwirkung des Landtags gebunden. Alle Staatsb\u00fcrger sind vor dem Gesetz gleich; Geburts- und Standesvorrechte finden nicht statt. Es besteht volle Glaubens- und Gewissensfreiheit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gro\u00dfherz\u00f6ge von Oldenburg:<\/h3>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-d9c6bdca\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<p>\u2022 1829 \u2013 1853 Paul Friedrich August<br>\u2022 1853 \u2013 1900 Nikolaus Friedrich Peter II.<br>\u2022 1900 \u2013 1931 Friedrich August<br>\u2022 1931 \u2013 1970 Nikolaus Friedrich Wilhelm<br>\u2022 1970 \u2013 2014 Anton G\u00fcnter<br>\u2022 2014 bis heute Christian Nikolaus<\/p>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Landesparlament des Gro\u00dfherzogtums Oldenburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Landtag bildet (1910) eine Kammer und besteht aus 45 durch indirekte Wahlen (alle 5 Jahre) berufenen Abgeordneten:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-3bc11a20\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<p>\u2022 36 f\u00fcr das Herzogtum Oldenburg<br>\u2022 4 f\u00fcr das F\u00fcrstentum L\u00fcbeck<br>\u2022 5 f\u00fcr das F\u00fcrstentum Birkenfeld<\/p>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Au\u00dferdem ist in jedem der beiden F\u00fcrstent\u00fcmer L\u00fcbeck und Birkenfeld ein Provinzialrat aus 15, bzw. aus 14 Mitgliedern bestehend, eingesetzt. Auf je 500 Einwohner wird ein Wahlmann und auf je 10.000 Einwohner ein Abgeordneter gerechnet. Der gesamte Staatsbedarf wird f\u00fcr jede Finanzperiode (3 Jahre) mit Zustimmung des Landtags festgestellt. Der ordentliche Landtag wird alle 3 Jahre durch den Gro\u00dfherzog berufen, der ihn auch vertagt oder aufl\u00f6st. Bei einer Aufl\u00f6sung muss der neue Landtag sp\u00e4testens binnen 5 Monaten einberufen werden. Die Provinzialr\u00e4te werden j\u00e4hrlich zweimal von den Provinzialregierungen einberufen. Den Gemeinden ist durch das Staatsgrundgesetz das Recht der freien Selbstverwaltung ihrer Angelegenheiten gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gerichtsorganisation.<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Herzogtum Oldenburg und im F\u00fcrstentum L\u00fcbeck gilt das gemeine Deutsche Zivilrecht, modifiziert durch Partikularrechte und einzelne Gesetze, im F\u00fcrstentum Birkenfeld der Code Napol\u00e9on, sofern nicht die gemeinsame Gesetzgebung des Deutschen Reichs daf\u00fcr an die Stelle getreten ist. Die Rechtsprechung erfolgt (nach Ma\u00dfgabe der Justizverfassung f\u00fcr das Deutschen Reich) im Herzogtum durch das (mit dem F\u00fcrstentum Schaumburg-Lippe gemeinsam gehaltene) Oberlandesgericht sowie durch das Landgericht in Oldenburg und durch 14 Amtsgerichte.<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-aaba8d95\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<p>1. F\u00fcr das Herzogtum Oldenburg besteht 1 Oberlandesgericht und 1 Landgericht, welche beide ihren Sitz in der Stadt Oldenburg i. Gr. haben. Diesen sind folgende Amtsgerichte zugeteilt: Brake (Old.), Butjadingen (Sitz in Ellw\u00fcrden), Cloppenburg, Delmenhorst, Elsfleth, Friesoythe, Jever, L\u00f6ningen, Oldenburg, R\u00fcstringen, Varel, Vechta, Westerstede und Wildeshausen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. F\u00fcr das F\u00fcrstentum L\u00fcbeck bestehen die Amtsgerichte: Ahrensb\u00f6ck, Eutin und Schwartau, welche dem Landgericht L\u00fcbeck und dem Oberlandesgericht Hamburg zugeordnet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>3. F\u00fcr das F\u00fcrstentum Birkenfeld bestehen Amtsgerichte in Birkenfeld, Nohfelden und Oberstein, welche dem Landgericht Saarbr\u00fccken und dem Oberlandesgericht K\u00f6ln zugeordnet sind.<\/p>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Organisation der Verwaltungsbeh\u00f6rden des Gro\u00dfherzogtums Oldenburg.<\/h3>\n\n\n\n<p>Die oberste Leitung der Regierung ist einem Staatsministerium \u00fcbertragen, welches aus 3 Ministern, bzw. Ministerialvorst\u00e4nden besteht. Unter diesen sind die verschiedenen Departements des Gro\u00dfherzoglichen Hauses, des \u00c4u\u00dfern, des Innern, der Justiz, der Kirchen und Schulen, der Finanzen, des Milit\u00e4rwesens verteilt. Das Staatsministerium leitet die Verwaltung im Herzogtum Oldenburg unmittelbar, w\u00e4hrend die F\u00fcrstent\u00fcmer besondere Mittelbeh\u00f6rden f\u00fcr die Verwaltung, die Regierungen in Eutin und Birkenfeld, haben. Diesen ist auch die unmittelbare Leitung des Schulwesens in ihren Bezirken anvertraut, w\u00e4hrend f\u00fcr dieses im Herzogtum ein Evangelisches Oberschulkollegium (in Oldenburg) und ein Katholisches (in Vechta) besteht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.Herzogtum Oldenburg:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Herzogtum Oldenburg (ohne das 1854, 1864 und 1873 an Preu\u00dfen abgetretenen Jadegebietes sowie der 1863 an Hannover gelangten Bauerschaft Wachtum und einschlie\u00dflich der am 1. August 1854 einverleibten Herrschaft Kniphausen mit 3035 Einwohner) hat 5 375,43 km\u00b2, 248 136 Einwohner, 17 \u00c4mter und die selbstst\u00e4ndigen St\u00e4dte Oldenburg, Varel, Jever. \u00c4mter, sowie Berne, Ovelg\u00f6nne, Stollhamm, Landw\u00fchrden. Das Herzogtum Oldenburg bildet den Bezirk des Oberlandgerichtes Oldenburg, sowie des Landgerichtes Oldenburg und hat folgende Amtsgerichte: Brake, Damme, Delmenhorst, Friesoythe, Jever, Kloppenburg, L\u00f6ningen, Oldenburg, Varel, Vechta, Westerstede, Wildeshausen, Ellw\u00fcrden, Elsfleth.<\/p>\n\n\n\n<p>Milit\u00e4risch geh\u00f6rt das Herzogtum Oldenburg zum Ersatzbezirk des X. Armeekorps, 37. Brigade.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Herzogtum Oldenburg mit einer Fl\u00e4che von 5 383 km\u00b2 und 318 434 Einwohnern (Jahr 1900) gliedert sich in:<\/p>\n\n\n\n<p>Sitz der Regierung in Oldenburg mit den selbstst\u00e4ndigen St\u00e4dten Oldenburg, Jever, Varel und Delmenhorst (seit 1903), sowie den Amtsbezirken Brake, Butjadingen, Cloppenburg, Delmenhorst, Elsfleth, Friesoythe, Jever, Oldenburg, R\u00fcstringen (seit 1903), Varel, Vechta, Westerstede, Wildeshausen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. F\u00fcrstentum L\u00fcbeck:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das F\u00fcrstentum L\u00fcbeck kam 1803 an Oldenburg (einschlie\u00dflich des am 27. September 1866 von Preu\u00dfen (Holstein) erworbenen Flecken und Amtes Ahrensb\u00f6ck mit 12.553 Einwohner) hat 521,38 km\u00b2 und 34.085 Einwohner. Es gliedert sich in Stadt und Amt Eutin und in Amt Schwartau. Gerichtlich geh\u00f6rt es zum Oberlandesgericht Hamburg und zum Landgericht L\u00fcbeck und hat 3 Amtsgerichte: Ahrensb\u00f6ck, Schwartau und Eutin. Es ist ein wald- und seenreiches H\u00fcgelland mit fruchtbarem Boden.<\/p>\n\n\n\n<p>Milit\u00e4risch geh\u00f6rt das F\u00fcrstentum L\u00fcbeck zum IX. Armeekorps, 36. Brigade.<\/p>\n\n\n\n<p>Das F\u00fcrstentum L\u00fcbeck mit einer Fl\u00e4che von 503 km\u00b2 und 43 406 Einwohnern (Jahr 1900) besteht aus den Gemeinden:<\/p>\n\n\n\n<p>Sitz der Regierung in Eutin. S\u00e4mtliche Gemeinden des F\u00fcrstentums L\u00fcbeck sind der Regierung in Eutin unterstellt: Flecken Ahrensb\u00f6ck, Landgemeinde Ahrensb\u00f6ck, Bosau, Curau, Stadtgemeinde Eutin, Landgemeinde Eutin, Gleschendorf, Gnissau, Malente, Neukirchen, Obernwohlde, Ost Ratekau, Redingsdorf, Rensefeld, Schwartau, Siblin, S\u00fcsel, Stockelsdorf, West Ratekau.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. F\u00fcrstentum Birkenfeld:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das F\u00fcrstentum Birkenfeld wurde 1815 mit Oldenburg vereinigt. Es liegt im Gebiet des Hunsr\u00fccks und wird von der Nahe in einem sch\u00f6nen Tal durchflossen. Ber\u00fchmt sind die Steinschleifereien des L\u00e4ndchens. Das F\u00fcrstentum Birkenfeld (eingeschlossen im preu\u00dfischen Regierungsbezirk Trier) hat 502,87 km\u00b2, 37.093 Einwohner (1881), geh\u00f6rt zum Oberlandesgericht K\u00f6ln, Landgericht Saarbr\u00fccken und hat 3 Amtsgerichte: Birkenfeld; Oberstein und Nohfelden.<\/p>\n\n\n\n<p>Milit\u00e4risch geh\u00f6rt das F\u00fcrstentum Birkenfeld zum VIII. Armeekorps, 32. Brigade.<\/p>\n\n\n\n<p>Das F\u00fcrstentum Birkenfeld mit einer Fl\u00e4che von 541 km\u00b2 und 37 340 Einwohnern (Jahr 1900) besteht aus den Gemeinden:<\/p>\n\n\n\n<p>Sitz der Regierung in Birkenfeld. B\u00fcrgermeistereien in Birkenfeld, Herrstein, Idar, Niederbrombach und Nohfelden sowie der Stadtb\u00fcrgermeisterei Oberstein. Im F\u00fcrstentum Birkenfeld unterstehen s\u00e4mtliche Gemeinden zun\u00e4chst dem B\u00fcrgermeisteramt: Abentheuer, Achtelsbach, Algenrodt, Asweiler, Bergen, Berschweiler, Birkenfeld, B\u00f6schweiler, Bosen, Breitental, Br\u00fccken, Buhlenberg, Bundenbach, Burbach, Burgbirkenfeld, Dambach, Dienstweiler, Eckelhausen, Eisen, Eitzweiler, Eiweiler, Elchweiler, Ellenberg, Ellweiler, Enzweiler, Feckweiler, Fischbach, Georg Weierbach, Gerach, Gimbweiler, Gollenberg, Gonnesweiler, G\u00f6ttschied, Griebelschied, Hambach, Hattgenstein, Herborn, Herrstein, Hettenrodt, Heupweiler, Hintertiefenbach, Hirstein, Hoppst\u00e4dten, Hussweiler, Idar, Kirnsulzbach, Kirschweiler, Kronweiler, Leisel, Mackenrodt, Meckenbach, M\u00f6rschied, Mosberg-Richweiler, Neunkirchen, Niederbrombach, Niederhosenbach, Niederw\u00f6rresbach, Nockental, Nohen, Nohfelden, Oberbrombach, Oberhosenbach, Oberstein, Oberw\u00f6rresbach, Regulshausen, Rimsberg, Rinzenberg, R\u00f6tsweiler, Schmissberg, Schwarzenbach, Schwollen, Selbach, Siesbach, Sonnenberg, Sonnschied, S\u00f6tern, Steinberg-Deckenhardt, Tiefenstein (Zusammenschluss aus Hettstein und Obertiefenbach), Traunen, Veitsrodt, Vollmersbach, Walhausen, Weiden, Weiersbach-Bleiderdingen, Wickenrodt, Wilzenberg, Winnenberg, Wolfersweiler.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfherzogtum Oldenburg 1815 bis heute. Das Gro\u00dfherzogtum Oldenburg geh\u00f6rt zum Deutschen Reich und besteht aus drei gesonderten Gebieten: \u2022 dem an der Nordsee, der unteren Weser und der Hunte liegenden Herzogtum Oldenburg (5.383,85 km\u00b2),\u2022 dem im \u00f6stlichen Holstein gelegenen F\u00fcrstentum L\u00fcbeck (541,66 km\u00b2) und\u2022 dem F\u00fcrstentum Birkenfeld (502,83 km\u00b2) am s\u00fcd\u00f6stlichen Abhang des Hunsr\u00fccks. 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