{"id":65,"date":"2021-09-26T12:31:40","date_gmt":"2021-09-26T10:31:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ewigerbund.org\/mecklenburg-schwerin\/?page_id=65"},"modified":"2023-05-20T09:28:54","modified_gmt":"2023-05-20T07:28:54","slug":"startseite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ewigerbund.org\/mecklenburg-schwerin\/","title":{"rendered":"Startseite"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Schwerin 1815 bis heute.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Mecklenburg, richtiger nach Etymologie und Aussprache Meklenburg, ist ein deutsches Territorium im ehemaligen Nieders\u00e4chsischen Kreis, an der Ostsee, im \u00fcbrigen von den Preu\u00dfischen Provinzen\u00a0Pommern,\u00a0Brandenburg,\u00a0Hannover,\u00a0Schleswig-Holstein\u00a0(Lauenburg) und der\u00a0Freien und Hansestadt L\u00fcbeck\u00a0umschlossen, gliedert sich in die beiden Gro\u00dfherzogt\u00fcmer Mecklenburg-Schwerin und\u00a0Mecklenburg-Strelitz, von denen ersteres ein im wesentlichen zusammenh\u00e4ngendes Gebiet bildet, letzteres aber aus zwei voneinander getrennten Teilen, n\u00e4mlich dem Herzogtum Strelitz oder dem Stargardschen Kreis, \u00f6stlich, und dem F\u00fcrstentum Ratzeburg (bis 1648 Bistum), nordwestlich von Mecklenburg-Schwerin, besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das\u00a0Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Schwerin\u00a0(siebtgr\u00f6\u00dfter\u00a0Bundesstaat\u00a0im\u00a0Deutschen Reich) erstreckt sich von 53\u00b04\u2019\u201354\u00b022\u2032 n\u00f6rdlicher Breite und von 10\u00b036\u2019\u201313\u00b011\u2032 \u00f6stlicher L\u00e4nge mit einem Fl\u00e4cheninhalt von 13.126.9 km\u00b2 (238,4 Quadratmeilen) \u2013 mit Einschluss des Anteils am Saaler Bodden 13,161 km\u00b2 \u2013 und besteht aus dem Herzogtum (vor 1348 F\u00fcrstentum)\u00a0Schwerin\u00a0oder dem Mecklenburgischen Kreis, dem Herzogtum\u00a0G\u00fcstrow\u00a0oder dem Wendischen Kreis, dem Rostocker Distrikt, dem F\u00fcrstentum (vor 1648 Bistum)\u00a0Schwerin\u00a0und der Herrschaft\u00a0Wismar. Zu ihm geh\u00f6ren drei kleine Gebietsausschl\u00fcsse: der von\u00a0Mecklenburg-Strelitz\u00a0umschlossene Ausschluss Ahrensberg mit dem zu ihm geh\u00f6renden, aber von ihm getrennten P\u00e4litzsee, 32,3 km\u00b2 gro\u00df, und die zwei von der\u00a0Provinz Brandenburg\u00a0umgrenzten Ausschl\u00fcsse Rossow, 29,9 km\u00b2, und Netzeband, 32,5 km\u00b2 gro\u00df. Innerhalb der Landesgrenzen liegt der zum F\u00fcrstentum Ratzeburg geh\u00f6rige Gebietseinschluss Dodow, 6,8 km\u00b2 gro\u00df, und im Osten die zum Herzogtum Strelitz geh\u00f6rigen Einschl\u00fcsse Blankenhagen-Gevezin und Viezen-Gaarz sowie das zur Preu\u00dfischen\u00a0Provinz Pommern\u00a0geh\u00f6rige Gebiet Zettemin.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide L\u00e4nder haben einen gemeinschaftlichen Landtag, der abwechselnd in Mecklenburg-Schwerin (Malchin) und in&nbsp;Mecklenburg-Strelitz&nbsp;(Sternberg) tagt, auf dem aber nur die Ritterschaft und die St\u00e4dte vertreten sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wappen des Gro\u00dfherzogtums Mecklenburg-Schwerin enth\u00e4lt sechs Felder und einen Mittelschild; die ersteren zeigen die Wappen von Mecklenburg (schwarzer, gekr\u00f6nter Stierkopf mit silbernen H\u00f6rnern und abgerissenem Halsfell im goldenen Felde),&nbsp;Rostock, F\u00fcrstentum&nbsp;Schwerin, Ratzeburg.&nbsp;Stargard, Wenden; der Mittelschild, von Rot \u00fcber Gold quer geteilt, zeigt das Wappen der Grafschaft Schwerin. Das Wappen wird von einem schwarzen Stier und einem goldenen Greif gehalten und von der K\u00f6nigskrone bedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landesfarben des Gro\u00dfherzogtums Mecklenburg-Schwerin sind Blau, Gelb, Rot.<\/p>\n\n\n\n<p>Stimmen im Bundesrat 2.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Reichstag sind 6 Abgeordnete aus den Wahlkreisen: Hagenow,&nbsp;Schwerin,&nbsp;Parchim,&nbsp;Waren,&nbsp;Rostock&nbsp;und&nbsp;G\u00fcstrow.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hymne des Gro\u00dfherzogtums Mecklenburg-Schwerin.<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eHeil dir, Paul Friederich\u201c,<\/p>\n\n\n\n<p>Text: Dr. Wex (1837), Schweriner Dichtung.<br>Musik: Melodie nach \u201eGod save the King\u201e.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Haupt- und Residenzstadt.<\/h3>\n\n\n\n<p>Schwerin&nbsp;in Mecklenburg = 41.638 Einwohner (1905) = 96. Platz der&nbsp;gr\u00f6\u00dften St\u00e4dte&nbsp;des&nbsp;Deutschen Reichs.&nbsp;Die Residenzen des Gro\u00dfherzogs von Mecklenburg-Schwerin sind&nbsp;Schwerin&nbsp;und&nbsp;Ludwigslust, neben denen es noch sechs f\u00fcrstliche Schlosser gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Schwerin besa\u00df bis zum 31.12.1867 eine eigene Posthoheit und war seit Januar 1851 Mitglied des Deutsch-\u00d6sterreichischen Postvereins. 1868 \u00fcbernahm der&nbsp;Norddeutsche Bund&nbsp;(Norddeutscher Postbezirk) den Postdienst. Am 1. Januar 1872 \u00fcbernahm die Reichspost im Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Schwerin den Postbetrieb.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">W\u00e4hrungen und M\u00fcnzen.<\/h3>\n\n\n\n<p>bis 1867 =&nbsp;1 Taler = 48 Schillinge = je 12 Pfennige,<\/p>\n\n\n\n<p>ab 1872 = 1 Mark = 100 Pfennig.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1872 besteht eine Milit\u00e4rkonvention mit&nbsp;Preu\u00dfen. Mecklenburg hat ein eigenes Kontingent, welches zum IX. Armeekorps geh\u00f6rt.<br>Infanterie-Brigade Nr. 34, bestehend aus Infanterie und Landwehr 89 und 90 und J\u00e4ger 14 Kavallerie-Brigade Nr. 17 bestehend aus Dragonern 17 und 18 und Fels-Artillerie 24,1.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaft.<\/h3>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-03062660\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Landwirtschaft: Der Boden ist gr\u00f6\u00dftenteils sehr fruchtbar, Getreide weit \u00fcber Bedarf. Eigent\u00fcmlich sind die Verh\u00e4ltnisse des Grundbesitzes, er steht zum gr\u00f6\u00dften Teil \u2013 eine Folge des noch bestehenden mittelalterlichen Feudalwesens \u2013 unter der in einem gewissen Grade souver\u00e4nen Ritterschaft.<\/li>\n\n\n\n<li>Bergbau so gut wie nicht vorhanden, geringer Kreideabbau.<\/li>\n\n\n\n<li>Industrie ist von sehr geringer Bedeutung (Brauereien, Maschinenbau, Eisengie\u00dferei, Schiffbau).<\/li>\n\n\n\n<li>Handel: Hauptorte sind&nbsp;Rostock&nbsp;und Warnem\u00fcnde an der Ostsee.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Auf dem Wiener Kongress wurden die beiden mecklenburgischen Herzogt\u00fcmer 1815 zu Gro\u00dfherzogt\u00fcmern. Beiden herzoglichen H\u00e4usern wurde w\u00e4hrend des Wiener Kongresses 1815 die gro\u00dfherzogliche W\u00fcrde zugestanden. 1820 erfolgte die Aufhebung der Leibeigenschaft, doch blieb die altst\u00e4ndische Verfassung, wie sie durch den Erbvergleich von 1755 mit den St\u00e4nden vereinbart wurde, ein un\u00fcberwindliches Hemmnis jeder staatlichen Entwicklung. Am 10. Oktober 1849 wurde die Verfassung in\u00a0Schwerin\u00a0aufgehoben, aber infolge des Einspruchs des Gro\u00dfherzogs von\u00a0Mecklenburg-Strelitz\u00a0und der St\u00e4nde von einem Schiedsgericht am 14. September 1850 wieder eingesetzt und 1866 durch neue reaktion\u00e4re Ma\u00dfregeln erg\u00e4nzt. Nach der Aufl\u00f6sung des\u00a0Deutschen Bundes\u00a0und im\u00a0Deutschen Krieg\u00a0von 1866 standen beide Mecklenburgischen Staaten auf der Seite des\u00a0K\u00f6nigreichs Preu\u00dfen\u00a0und wurden Mitglieder im\u00a0Norddeutschen Bund. Nach dem\u00a0Deutsch-Franz\u00f6sischer Krieg\u00a0von 1870\/71 wurden beide L\u00e4nder\u00a0Bundesstaaten\u00a0im wieder entstandenen Deutschen Reich. Gro\u00dfherzog Friedrich Franz IV. (seit 1897) von Mecklenburg-Schwerin und Gro\u00dfherzog Adolf Friedrich V. (seit 1904) von\u00a0Mecklenburg-Strelitz\u00a0verk\u00fcndeten 1907 die Einf\u00fchrung einer Verfassung, deren Entw\u00fcrfe aber 1908 und 1912 vom Landtag abgelehnt wurden, worauf eine von den Gro\u00dfherz\u00f6gen angeregte Konferenz 1917 die Einf\u00fchrung des Zweikammersystems forderte, ohne jedoch zum Ziel zu gelangen. In\u00a0Mecklenburg-Strelitz\u00a0folgte nach dem Tod des Gro\u00dfherzogs Adolf Friedrich, gestorben am 11. Juni 1914, dessen Sohn, der am 24. Februar 1918 durch Selbstmord aus dem Leben schied. Gro\u00dfherzog Friedrich Franz IV von Mecklenburg-Schwerin \u00fcbernahm daraufhin die Regentschaft \u00fcber\u00a0Mecklenburg-Strelitz.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Landesvertretung des Gro\u00dfherzogtums Mecklenburg-Schwerin.<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Staatsform ist eine erbliche, durch Feudalst\u00e4nde beschr\u00e4nkte Monarchie. Eine eigentliche Staatsverfassung ist nicht vorhanden. Die seit der Union von 1523 f\u00fcr die beiden Gro\u00dfherzogt\u00fcmer Mecklenburg-Schwerin und\u00a0Mecklenburg-Strelitz\u00a0gemeinschaftlichen Landst\u00e4nde werden allj\u00e4hrlich im Herbst zum Landtag einberufen. Die St\u00e4nde setzen sich zusammen aus der Ritterschaft und der Landschaft:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-d43f5793\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zur Ritterschaft geh\u00f6ren alle Besitzer ritterschaftlicher Hauptg\u00fcter in dem mecklenburgischen, wendischen und stargardischen Kreis.<\/li>\n\n\n\n<li>Zur Landschaft geh\u00f6ren 49 landtagsf\u00e4hige St\u00e4dte von Mecklenburg-Schwerin und&nbsp;Mecklenburg-Strelitz.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Der 1620 durch Vollmacht der Ritter- und Landschaft eingesetzte und im Landesvergleich von 1755 landesherrlich best\u00e4tigte \u201eEngere Ausschu\u00df von Ritter- und Landschaft zu Rostock\u201c ist ein die gesamte Ritter- und Landschaft au\u00dferhalb des Landtags vorgestelltes Kollegium. Zur Beratung einer neuen Verfassung war auf den 12. Mai 1908 ein au\u00dferordentlicher Landtag einberufen worden, der aber zu keinem Ergebnis gef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gerichtsorganisation.<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Rechtspflege bestehen (1910) im Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Schwerin das Oberlandesgericht in\u00a0Rostock, zu welchem 3 Landgerichte mit 43 Amtsgerichten geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-55ab6267\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Oberlandesgericht\u00a0Rostock. <\/li>\n\n\n\n<li>Landgericht&nbsp;G\u00fcstrow&nbsp;mit den Amtsgerichten Br\u00fcel, B\u00fctzow, Dargun, Goldberg (Mecklenburg),&nbsp;G\u00fcstrow, Krakow, Laage (Mecklenburg), L\u00fcbz, Malchin, Malchow, Neukalen, Penzlin, Plau, R\u00f6bel, Stavenhagen,&nbsp;Sternberg&nbsp;(Mecklenburg), Teterow,&nbsp;Waren&nbsp;und Warin.<\/li>\n\n\n\n<li>Landgericht&nbsp;Rostock&nbsp;mit den Amtsgerichten&nbsp;Doberan, Gnoien, Kr\u00f6plin, Neubukow, Ribnitz,&nbsp;Rostock, Schwaan, S\u00fclze-Marlow und Tessin.<\/li>\n\n\n\n<li>Landgericht&nbsp;Schwerin&nbsp;(Meckbg.) mit den Amtsgerichten Boizenburg, Crivitz, D\u00f6mitz, Gadebusch,&nbsp;Grabow, Grevesm\u00fchlen, Hagenow,&nbsp;Ludwigslust, L\u00fcbtheen, Neustadt (Mecklenburg),&nbsp;Parchim, Rehna,&nbsp;Schwerin&nbsp;(Mecklenburg),&nbsp;Wismar&nbsp;und Wittenburg.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Organisation der Verwaltungsbeh\u00f6rden.<\/h3>\n\n\n\n<p>Die oberste Regierungs- und Verwaltungsbeh\u00f6rde ist das Staatsministerium in\u00a0Schwerin\u00a0(Mecklenburg), welches durch Vorst\u00e4nde der 4 einzelnen Ministerien gebildet wird:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-7213fd6b\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ministerium der ausw\u00e4rtigen Angelegenheiten<\/li>\n\n\n\n<li>Ministerium des Inneren<\/li>\n\n\n\n<li>Ministerium f\u00fcr die Finanzen<\/li>\n\n\n\n<li>Ministerium f\u00fcr die Justiz mit besonderen Abteilungen f\u00fcr die geistlichen die Unterrichts- und die Medizinalangelegenheiten<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Administrative Einteilung des Gro\u00dfherzogtums Mecklenburg-Schwerin.<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Schwerin wird durch folgende 5 Landesteile gebildet:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-0d6879d4\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Herzogtum Schwerin<\/li>\n\n\n\n<li>Herzogtum G\u00fcstrow<\/li>\n\n\n\n<li>Rostocker Distrikt<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcrstentum Schwerin<\/li>\n\n\n\n<li>Herrschaft Wismar<\/li>\n<\/ol>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Die administrative Einteilung Mecklenburgs erfolgt nach feudalen Traditionen. Die verschiedenen qualifizierten Gebiete liegen nicht nebeneinander.<\/p>\n\n\n\n<p>In politischer Beziehung gliedert sich das Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Schwerin entsprechend seiner st\u00e4ndischen Verfassung in 4 Landesteile:<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-704d1d72\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Gro\u00dfherzogliches Domanium (Gro\u00dfherzogliche Staatsg\u00fcter)<\/strong>:<br>Im Domanium bestehen f\u00fcr die innere Verwaltung 24 Domanial\u00e4mter: Boizenburg, Bukow, B\u00fctzow, Crivitz, Dargun,&nbsp;Doberan, D\u00f6mitz, Gadebusch,&nbsp;Grabow, Grevesm\u00fchlen,&nbsp;G\u00fcstrow, Hagenow, L\u00fcbtheen, L\u00fcbz, Neustadt (Mecklenburg), Ribnitz, Schwaan,&nbsp;Schwerin&nbsp;(Mecklenburg), Stavenhagen, Toitenwinkel, Warin,&nbsp;Wismar, Wittenburg und Wredenhagen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Ritterschaft:<\/strong><br>In der Ritterschaft ist der Gutsbesitzer Tr\u00e4ger der lokaladministrativen und lokalobrigkeitlichen Funktion. Die Ritterschaft ist in 23 ritterschaftliche \u00c4mter eingeteilt: Boizenburg, Bukow, Crivitz, Gadebusch, Gnoien, Goldberg (Mecklenburg),&nbsp;Grabow, Grevesm\u00fchlen,&nbsp;G\u00fcstrow, Ivenack, L\u00fcbz, Mecklenburg, Neukalen, Neustadt (Mecklenburg), Plau, Ribnitz, Schwaan,&nbsp;Schwerin&nbsp;(Mecklenburg), Stavenhagen,&nbsp;Sternberg, Wittenburg, Wredenhagen und Herrschaft&nbsp;Wismar.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Kloster\u00e4mter:<\/strong><br>Die Kloster\u00e4mter gliedern sich in: Dobbertin, Malchow, Ribnitz und Kloster zum heiligen Kreuz&nbsp;Rostock.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die St\u00e4dte und st\u00e4dtischen G\u00fcter:<\/strong><br>Boizenburg, Br\u00fcel, B\u00fctzow, Crivitz,&nbsp;Doberan, D\u00f6mitz, Gadebusch, Gnoien, Goldberg,&nbsp;Grabow, Grevesm\u00fchlen,&nbsp;G\u00fcstrow, Hagenow, Krakow, Kr\u00f6pelin, Laage,&nbsp;Ludwigslust, L\u00fcbz, Malchin, Malchow, Marlow, Neubukow, Neukalen, Neustadt,&nbsp;Parchim, Penzlin, Plau, Rehna, Ribnitz, R\u00f6bel,&nbsp;Rostock, Schwaan,&nbsp;Schwerin, Stavenhagen,&nbsp;Sternberg, S\u00fclze, Tessin, Teterow,&nbsp;Waren, Warin,&nbsp;Wismar, Wittenburg.<\/li>\n<\/ol>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>Ritterschaftliche \u00c4mter als Verwaltungsbeh\u00f6rden existieren nicht. Die bei den ritterschaftlichen Besitzungen angegebenen, aufgef\u00fchrten \u00c4mter sind lediglich von den alten ritterschaftlichen Amtsverb\u00e4nden herr\u00fchrende historische Bezeichnungen, ohne eigentliche verwaltungsbeh\u00f6rdliche Befugnisse. F\u00fcr die St\u00e4dte und die zum Stadtgebiet geh\u00f6rigen Feldmarken und G\u00fcter \u00fcbt der Magistrat die Verwaltung aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regenten.<\/h3>\n\n\n\n<p>Regierendes F\u00fcrstenhaus: Linie Mecklenburg-Schwerin, Ahnherr Niklot F\u00fcrst der Obotriten, Herr von Schwerin (1090 \u2013 1160).<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-ee0c0008\"><div class=\"gb-inside-container\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>24.04.1785 \u2013 01.02.1837 Gro\u00dfherzog Friedrich Franz I. (bis 14.06.1815 als Herzog Friedrich Franz) (10.12.1756 \u2013 01.02.1837).<\/li>\n\n\n\n<li>01.02.1837 \u2013 07.03.1842 Gro\u00dfherzog Paul Friedrich (15.09.1800 \u2013 07.03.1842).<\/li>\n\n\n\n<li>07.03.1842 \u2013 15.04.1883 Gro\u00dfherzog Friedrich Franz II. (28.02.1823 \u2013 15.04.1883).<\/li>\n\n\n\n<li>15.04.1883 \u2013 10.04.1897 Gro\u00dfherzog Friedrich Franz III. (19.03.1851 \u2013 10.04.1897).<\/li>\n\n\n\n<li>10.04.1897 \u2013 14.11.1945 Gro\u00dfherzog Friedrich Franz IV. Michael (09.04.1882 \u2013 17.11.1945).<\/li>\n\n\n\n<li>1945 \u2013 1996 Christian Ludwig.<\/li>\n\n\n\n<li>1996 bis heute voraussichtlich (bei staatlicher Handlungsf\u00e4higkeit) das Haus Hohenzollern.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erkl\u00e4rung:<\/h3>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin hatte zwei S\u00f6hne: Friedrich Franz V. (1910\u20132001) und Christian Ludwig (1912\u20131996). Nach der in Mecklenburg geltenden agnatischen Linearfolge war Friedrich Franz V. als erstgeborener Sohn der Erbprinz, sprich der thronfolgeberechtigte Erbe.<\/p>\n\n\n\n<p>1941 verm\u00e4hlte sich Erbprinz Friedrich Franz V. mit Karin von Schaper. In der Folge wurde er wegen dieser Hochzeit von seinem Vater nach den Hausgesetzen enterbt, da die Eheschlie\u00dfung<strong> UNEBENB\u00dcRTIG <\/strong>war. An die Stelle des Erbprinzen trat damit sein j\u00fcngerer Bruder Christian Ludwig, der zum Herzog zu Mecklenburg und damit zum k\u00fcnftigen Chef des Hauses ernannt wurde. Christian Ludwig wurde dazu das Pr\u00e4dikat \u201eK\u00f6nigliche Hoheit\u201c verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese seine K\u00f6nigliche Hoheit Erbprinz Christian Ludwig heiratete 1954 Barbara Prinzessin von Preu\u00dfen. Aus dieser EBENB\u00dcRTIGEN Ehe sind zwei Kinder entsprossen: Donata und Edwina, zwei weibliche Nachkommen \u2013 ein m\u00e4nnlicher Abk\u00f6mmling aus EBENB\u00dcRTIGER Ehe existiert damit nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der thronfolgeberechtigte Mannstamm der Schweriner Linie ist damit am 18. Juli 1996 erloschen. Damit sind die Mannst\u00e4mme beider Mecklenburger Linien, die Linie Mecklenburg-Schwerin ebenso wie die Linie Mecklenburg-Strelitz AUSGESTORBEN.<\/p>\n\n\n\n<p>Wilhelm Bazille (<em>Unsere Reichsverfassung und deutsche Landesverfassungen von 1906, \u00a7 20 folgend I. Der Monarch<\/em>) stellt die Konsequenz aus diesem Fakt vor:<\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4\u00df dem wiederholt bekr\u00e4ftigten Erbverbr\u00fcderungsvertrag zwischen dem Haus Hohenzollern und dem Hause Mecklenburg f\u00e4llt die Thronfolge \u00fcber Mecklenburg damit an Preu\u00dfen, denn Preu\u00dfen genie\u00dft das Sukzessionsrecht im Falle des Aussterbens der Mecklenburgischen Gro\u00dfherzoge. Dies wurde unter anderem vertraglich vereinbart zwischen K\u00f6nig von Preu\u00dfen Friedrich I. und Herzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Schwerin. Der Vertrag dazu findet sich im Landeshauptarchiv Schwerin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Schwerin 1815 bis heute. 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